Rede auf der „Die Jugend sieht Rot!“-Demo gegen Wehrpflicht in Nürnberg

Rede auf der „Die Jugend sieht Rot!“-Demo gegen Wehrpflicht in Nürnberg

29/11/2025 0 Von Revolutionäre Zukunft Stuttgart

Wir haben uns an der Demo „Die Jugend sieht Rot! Demonstration gegen Wehrpflicht und Militarisierung!“ am 22. November in Nürnberg beteiligt und haben auf der Demo eine Rede gehalten, die wir hier dokumentieren.

Einen Bericht zur Demo findet ihr auf Instagram: https://www.instagram.com/p/DRkMNgKjJlh


Liebe Freundinnen, Genossinnen, junge Menschen

wir stehen heute hier, weil wir die Schnauze voll haben.
Voll von Militarisierung, voll von Zwang, voll von einem System, das uns sagt:
„Ihr habt nach meinen Regeln zu funktionieren.“

Ein System, das glaubt, es könne uns als Jugend einfach wieder in Uniformen stecken, wenn es der Staat verlangt.

Aber wir sagen es heute ganz klar und laut: Wir machen nicht mit!

Wir werden nicht für ihre Kriege marschieren, nicht für ihre Interessen sterben und nicht ihre Fehler ausbaden.

Wir werden uns auch nicht von der Regierung oder den Bullen einschüchtern lassen.

Sie wollen eine Jugend, die schweigt.
Sie wollen eine Jugend, die sich fügt.
Aber was sie bekommen, ist eine Jugend,
die sich organisiert und kämpft.

Wir wissen: Wer jung ist und allein kämpft, kämpft mit gebundenen Händen.
Aber eine organisierte Jugend, eine Jugend, die sich bundesweit vernetzt, Strukturen aufbaut und füreinander einsteht –
so eine Jugend ist eine Kraft, die man nicht so leicht brechen kann.

Genau deshalb haben wir uns als Revolutionäre Zukunft zusammengeschlossen.
Wir kommen zwar aus unterschiedlichen Orten, mit unterschiedlichen Erfahrungen, und jede Gruppe hat ihre eigene Identität und ihre eigenen Schwerpunkte, doch wir teilen dieselben Werte und dieselbe Vision. Gemeinsam können wir mehr bewegen, als es jede einzelne Gruppe für sich könnte.

Durch unsere Vernetzung haben wir verstanden, wie wichtig es ist, über den eigenen Ort hinaus solidarisch zu handeln. Wenn in einer anderen Stadt etwas passiert, das uns alle betrifft, dann fahren wir hin, stehen Schulter an Schulter, zeigen Präsenz und sind laut, kämpferisch und entschlossen. Gerade solche Momente zeigen, wie stark wir sind, wenn wir uns gegenseitig unterstützen: nicht isoliert, sondern als gemeinsames Netzwerk junger Menschen, die zusammen für ihre Zukunft eintreten.

Wir müssen aufhören, zu warten, dass irgendjemand da oben unsere Interessen vertritt.
Wir müssen selbst handeln, selbst Strukturen schaffen, selbst solidarische Netzwerke aufbauen, in unseren Städten, unseren Vierteln, unseren Schulen und in den Betrieben.

Denn nur, wer organisiert ist, kann gegen diesen Druck standhalten.
Nur, wer organisiert ist, kann eine Gegenmacht aufbauen.

Wir fordern eine Gesellschaft ohne Militarisierung, ohne Zwang, ohne die endlosen Krisen des jetzigen Systems.

Wir sind nicht hier, um höflich zu bitten.
Wir sind hier, um klarzustellen:
Wir lassen uns nicht einteilen, nicht instrumentalisieren und nicht in den Krieg schicken.

Wir sind die Generation, die sich nicht mehr kleinreden lässt.
Die Generation, die erkennt, dass Veränderung nicht geschenkt wird.
Die Generation, die gelernt hat, dass Solidarität stärker ist als jede Angst.

Wenn die Jugend sich organisiert, vernetzt und zusammen kämpft, dann wird aus Ohnmacht Macht.
Und genau davor haben sie Angst.

Wir sind hier, um diese Angst zu bestätigen.
Wir sind hier, um zu zeigen:
Die Jugend steht auf. Die Jugend ist laut. Die Jugend sieht rot.

Und wir hören nicht auf,
bis wir eine Zukunft haben, die uns gehört.

Für eine revolutionäre Zukunft.