1500 Menschen bei „Kommunen am Limit“-Demo
23/07/2026
Rund 1500 Menschen beteiligten sich an der „Kommunen am Limit“-Demo am 18. Juli in Stuttgart. Sie demonstrierten gegen die Kürzungspolitik der Stadt, gegen Sozialabbau und den „Sommer der Reformen“ der Regierung um Merz und Klingbeil. Zu der Demonstration hatten ver.di, Die Linke sowie verschiedene soziale Träger aufgerufen.
Kommunale Situation
Inhaltlich standen vor allem die sozialen Folgen der kommunalen Sparpolitik im Mittelpunkt. Die Reden – abseits des Lautsprecherwagens des antikapitalistischen Blocks – kritisierten die Einsparungen im Sozialen, bei Kitas, Kultur und im Gesundheitswesen. Auch die Kürzungspolitik des Bundes bei Renten, der Grundsicherung und vielen weiteren Bereichen wurde kritisiert. Dabei wurde auch der Zusammenhang zwischen Sozialabbau und den steigenden Rüstungsausgaben hergestellt.
Die kapitalistische Einheitsfront …

Am Rande der Demonstration machte eine als „kapitalistische Einheitsfront“ inszenierte Aktion deutlich, wer hinter den Angriffen auf unsere Lebensbedingungen steht. Mit Pappmasken, Transparent und dem Aufruf, mehr zu arbeiten, wurden Kapital und Politik dargestellt, die Hand in Hand längere Arbeitszeiten, Sozialabbau und Aufrüstung vorantreiben. Gemeinsam forcieren sie Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, stellen die 35-Stunden-Woche infrage, beklagen die angebliche Faulheit der Bevölkerung und fordern weitere Kürzungen im Sozialstaat.
Ein kleiner Schritt – aber nicht mehr
Die „Kommunen am Limit“-Demo war ein Schritt nach vorne. Sie zeigte, dass viele Menschen die Kürzungspolitik nicht länger hinnehmen wollen. Zugleich machte sie deutlich, dass wir, wenn wir den Angriffen auf unsere Lebensbedingungen etwas entgegensetzen wollen, die soziale Frage wieder viel stärker besetzen müssen. Das bedeutet, die Angriffe als das zu benennen, was sie sind: Klassenkampf von oben.
Den Klassenkampf von unten organisieren – dort kämpfen, wo das Leben ist.
Der Klassenkampf von oben wird sich weiter verschärfen und die Angriffe werden weitergehen. Diesen können wir nur gemeinsam etwas entgegensetzen. Umso wichtiger ist es, den Klassenkampf von unten zu organisieren – gegen Sozialabbau und die Angriffe auf unsere Lebensbedingungen. Entscheidend wird sein, dass wir uns selbst organisieren, Erfahrungen austauschen und den Widerstand gemeinsam aufbauen. Genau dafür wollen wir Räume schaffen, in denen wir uns vernetzen, diskutieren und aktiv werden.
Komm daher zum „Grill den Merz“-Grillen und zum Klassenkampf-Stammtisch und werde aktiv!


„Grill den Merz“ – Gemeinsames Grillen am 30.07.
Ohne Mampf, kein Kampf – daher laden wir euch zum gemeinsamen Grillabend „Grill den Merz“ am 30. Juli ins Stadtteilzentrum Gasparitsch ein. Komm vorbei, lern uns kennen und komm mit uns ins Gespräch. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen und darüber sprechen, wie wir uns gegen die Angriffe auf unsere Lebensbedingungen organisieren können.
Wir stellen das Grillzeug, ihr könnt aber natürlich auch gerne eigene Sachen mitbringen.
Donnerstag, 30. Juli, 18:30 Uhr, Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstr. 125, U4 Ostendplatz, U9 Raitelsberg
Klassenkampf-Stammtisch
Unser nächster Klassenkampf-Stammtisch findet am Montag, den 31. August um 19 Uhr im Gasparitsch statt. Ab Oktober treffen wir uns dann jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr im Gasparitsch. Komm vorbei, bring Kolleg*innen und Freund*innen mit und organisier dich mit uns gegen die Angriffe auf unsere Klasse und unsere Lebensbedingungen.
31. August, 05. Oktober, 02. November, 07. Dezember, jeweils 19 Uhr
Stadtteilzentrum Gasparitsch, Rotenbergstr. 125, U4 Ostendplatz, U9 Raitelsberg
